Schonungslose Blicke hinter Vorstadt-Fassaden. Ulrich Seidls preisgekröntes Spielfilmdebüt ist eine heilsame Provokation
Wochenende. Es ist drückend heiß, südlich von Wien, im Niemandsland zwischen Autobahnzubringern, Einkaufsmärkten und Einfamilienhäusern. Die Temperatur steigt, die Aggression steigt enenso. Asphaltdecken brechen auf. „Hundstage“ wird diese gnadenlose Hochsommerzeit Ende Juli bis tief in den August hinein genannt.
In dieser aufgeheizten Atmosphäre erzählen sechs lose verbundene, aber virtuos montierte Geschichten zwei Tage und zwei Nächte lang von Alltag und Aggression; von Nächten voller Spiele, Sex und Gewalt und von Tagen voller Einsamkeit und Sehnsucht nach Liebe. Ulrich Seidl, der vor seinem ersten Spielfilm mehrere preisgekrönte Dokumentarfilme gedreht hat, legt auch hier einen dokumentarisch-sezierenden Blick an den Tag, dessen Authentizität durch den Einsatz von Laien-Darstellern verstärkt wird.
Herausgekommen ist ein zivilisationskritisches Theater der Grausamkeiten, für das Seidl beim Filmfestival von Venedig den Großen Preis der Jury erringen konnte, bevor sein Film in Österreich zum erfolgreichsten Kinofilm des Jahres gekürt wurde. Und das obwohl „Hundstage“ ein Film voller Zumutungen ist. Zugleich aber ist er eine entlarvende Versuchsanordnung über den Menschen als des Menschen größter Feind – ein gnadenloser Blick hinter die schmucken Fassaden einer scheinbar heilen Vorstadtwelt.
Wochenende. Es ist drückend heiß, südlich von Wien, im Niemandsland zwischen Autobahnzubringern, Einkaufsmärkten und Einfamilienhäusern. Die Temperatur steigt, die Aggression steigt enenso. Asphaltdecken brechen auf. „Hundstage“ wird diese gnadenlose Hochsommerzeit Ende Juli bis tief in den August hinein genannt.
In dieser aufgeheizten Atmosphäre erzählen sechs lose verbundene, aber virtuos montierte Geschichten zwei Tage und zwei Nächte lang von Alltag und Aggression; von Nächten voller Spiele, Sex und Gewalt und von Tagen voller Einsamkeit und Sehnsucht nach Liebe. Ulrich Seidl, der vor seinem ersten Spielfilm mehrere preisgekrönte Dokumentarfilme gedreht hat, legt auch hier einen dokumentarisch-sezierenden Blick an den Tag, dessen Authentizität durch den Einsatz von Laien-Darstellern verstärkt wird.
Herausgekommen ist ein zivilisationskritisches Theater der Grausamkeiten, für das Seidl beim Filmfestival von Venedig den Großen Preis der Jury erringen konnte, bevor sein Film in Österreich zum erfolgreichsten Kinofilm des Jahres gekürt wurde. Und das obwohl „Hundstage“ ein Film voller Zumutungen ist. Zugleich aber ist er eine entlarvende Versuchsanordnung über den Menschen als des Menschen größter Feind – ein gnadenloser Blick hinter die schmucken Fassaden einer scheinbar heilen Vorstadtwelt.